Auf Roadshow im Fernen Osten

By 14. Juni 2017Veranstaltungen

Auf Roadshow im Fernen Osten:

Smart Data Forum fördert Austausch hochrangiger deutscher Vertreter aus Politik, Forschung und Wirtschaft mit ihren asiatischen Kollegen

Fünf Tage, drei Länder und unzählige Gespräche, Besuche, Workshops – der Monat Mai stand für das Smart Data Forum im Zeichen der internationalen Vernetzung. Bereits zum zweiten Mal organisierte das Forum eine internationale Roadshow zum Thema Smart Data. Vom 15. bis 20. Mai 2017 ging die Reise nach Singapur, Peking und Tokio, wo die 15 Delegationsmitglieder sich mit ihren asiatischen Kollegen über Fragen zu Industrie 4.0, Smart Manufacturing und IT-Sicherheit austauschten und mögliche zukünftige Kooperationen ausloteten. Die Roadshow ist Teil der Bemühungen des Smart Data Forums, deutsche datengetriebene Innovationsprojekte und digitale Technologien international sichtbarer zu machen und neue Partnerschaften zu fördern.

Die deutsche Delegation unter der Leitung von Dr. Alexander Tettenborn, BMWi, bestand aus Vertretern führender Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, dem Forschungszentrum Informatik (FZI), der TU Berlin oder dem Berlin Big Data Center sowie mittelständischen Unternehmern und jungen Gründern, die allesamt im Bereich Smart Data tätig sind. Im Rahmen der Roadshow bekamen sie Gelegenheit, ihre Projekte und Forschungsschwerpunkte zu präsentieren und erhielten wiederum Einblicke in die datengetriebenen Innovationen aus Asien. Singapur, China und Japan zählen zu den weltweit bedeutendsten Industriestandorten und haben sich in den letzten Jahren als Zentren für Smart Manufacturing und Smart Business etabliert.

An jeder der drei Roadshow-Stationen richtete das Smart Data Forum zusammen mit lokalen Partnerinstitutionen Workshops und Seminare zu den Themen Smart Data, IoT und Industrie 4.0 aus. Dr. Tettenborn stellte Deutschlands bisheriges Engagement sowie Zukunftsstrategie im Bereich Big Data vor. Zudem wurden Ergebnisse einiger deutscher Industrie-Pionierprojekte präsentiert, u.a. des BMWi-geförderten Smart Data-Projektes Pro-Opt, des Nationalen Referenzprojektes IT-Sicherheit in Industrie 4.0 (IUNO) sowie der BMBF-Projekte BigPro und iProdict.

Die gemeinsame Veranstaltung mit A*Star in Singapur bot eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Fortschritte und Parallelen zwischen anstehenden Herausforderungen in Singapur und Deutschland zu erörtern. Die Agency for Science, Technology and Research – A*Star arbeitet insbesondere daran, Industrie 4.0 zu fördern und ist damit in Anbetracht der Tatsache, dass Industrieproduktion in Singapur etwa ein Fünftel des BPI ausmacht, ein wichtiger Akteur für das Land. Dr. Tettenborn und die stellvertretende Geschäftsführerin von A*Star, Dr. Hazel Khoo, betonten in ihren Reden das gemeinsame Interesse am Ausbau der Zusammenarbeit.

Als riesiger Wirtschafts- und Technikstandort mit zahlreichen High-Tech-Forschungszentren, innovativen Internet-Unternehmen und Start-Ups war die Beijing Economic and Technical Development Area (BDA) der ideale Ort, um die Arbeit moderner chinesischer mittelständischer Unternehmen aus erster Hand kennenzulernen. Im dort ansässigen Sino-German Showroom konnten außerdem Zukunftstechnologien aus China und deutsch-chinesischer Kooperation getestet werden, darunter selbstfahrende Autos, intelligente Serviceroboter und zahlreiche KI-Anwendungen für Wirtschaft, Medien und Online Marketing.

Das National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) ist in Japan führend in den Bereichen Internet of Things und künstliche Intelligenz und bot mit seinem interdisziplinären Forschungsansatz einzigartige Einblicke in die aktuelle Forschungslage. Als führende Standorte für die Entwicklung von KI-Anwendungen ist das Potential für den Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland und Japan besonders groß. So stellten Dr. Tettenborn, Prof. Hans Uszkoreit (DFKI) und Ryosuke Nakamura (AIST) auf einer gemeinsamen Podiumsdiskussion auch die möglichen Synergieeffekte im Bereich auf die Industrie zugeschnittener Smart-Data-Lösungen besonders heraus.

Während der gemeinsamen Veranstaltungen lag der Fokus auf Topics wie der Schaffung einheitlicher Analyseverfahren für Big Data, Echtzeit-Datenstreaming, Datensicherheit in der Analysepipeline sowie besserer und schneller Zugang zu aufbereiteten Daten.

Ergänzt wurde das Roadshow-Programm durch Besuche in der Modellfabrik ARTC in Singapur, wo schwerpunktmäßig Methoden zu Wiederverwertung alter Fertigungskomponenten in neuen Produktionsprozessen entwickelt werden sowie bei den zwei größten E-Commerce-Unternehmen in Peking, Jingdong und BOE und im Panasonic Center Wonder Life-BOX in Tokio.

© Smart Data Forum

Dr. Tettenborn stellt in Peking deutsche Innovationsprojekte vor.

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Die deutsche Delegation beim Besuch von A*Star in Singapur.

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Vertreter von BMWi, DFKI und der Beijing Economic and Technical Development Area (BDA) diskutieren gemeinsam Anwendungsmöglichkeiten von Smart Data und künstlicher Intelligenz.

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In der Wonder Life-Box im Panasonic Center in Tokio werden Visionen einer von Smart Data Services unterstützen Gesellschaft präsentiert.

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Die deutsche Roadshow-Delegation erhielt im Sino-German Showroom in Peking die Gelegenheit, innovative KI-Anwendungen zu testen.